Kommentar des Vorsitzenden der CDU Brüssel-Belgien

Historische Rede der Bundeskanzlerin Angela Merkel am 3. November 2009 vor dem US - Kongress

03.11.2009, 17:30 Uhr

Der Vorsitzende der CDU Brüssel-Belgien, Jochen Richter, kommentiert die historische Rede der Bundeskanzlerin Angela Merkel am 3. November 2009 vor dem US - Kongress.

Sehr geehrte Damen und Herren,
Sehr geehrte Mitglieder der CDU Brüssel-Belgien,
liebe Auslandsdeutsche,

nur sechs Tage nach ihrer Wiederwahl hielt Bundeskanzlerin Angela Merkel am 3. November 2009 eine historische Rede vor dem US - Kongress (siehe Anlage). Darin wird deutlich, wie stark das außenpolitische Gewicht Deutschlands unter ihrer Führung geworden ist.

Zu Recht haben sich 65.270 Auslandsdeutsche in das Wählerverzeichnis für die Bundestagswahl am 27. September 2009 eintragen lassen, um an der Weichenstellung teilzuhaben, wer nicht in Deutschland regiert, sondern unser Land auch in Europa und der Welt vertritt. Aufgrund dieses positiven Votums kann Bundeskanzlerin Merkel in den nächsten vier Jahren - zusammen mit ihren europäischen und transatlantischen Partnern – gestärkt handeln.

Bundeskanzlerin Merkel dankte zunächst den USA für ihren Beitrag zur Deutschen Einheit und erinnerte an die Berliner Luftbrücke 1948 sowie an die Unterstützung der Präsidenten John F. Kennedy, Ronald Reagan und George Bush sen. für Deutschland. „Einen besseren Partner als Amerika gibt es für Europa nicht, und einen besseren Partner als Europa gibt es für Amerika nicht“. Dann wandte sie sich den gemeinsamen, globalen Herausforderungen zu. Auch im 21. Jahrhundert könnten Amerika und Europa gemeinsam die Mauern von heute einreißen. Die gemeinsamen Grundwerte, ihre Fähigkeit zur Toleranz, bedeuteten jedoch nicht Beliebigkeit, stellte die Kanzlerin klar: Es darf zum Beispiel „Null Toleranz für Massenvernichtungswaffen in der Hand des iranischen Präsidenten, der den Holocaust leugnet, Israel droht und das Existenzrecht abspricht, geben“.

Mit Blick auf den UN - Klimagipfel in Kopenhagen mahnte die Bundeskanzlerin die Abgeordneten und Senatoren, keine Zeit mehr zu verlieren. Wichtig sei die Verständigung auf das Ziel: „Die globale Erwärmung darf zwei Grad Celsius nicht überschreiten“. Dafür müssten die Länder bereit sein, „international verbindliche Verpflichtungen zu übernehmen“. Wenn Europa und die USA dazu bereit seien, könnten auch China und Indien überzeugt werden.

Während der Rede der Bundeskanzlerin erhoben sich die Senatoren und Abgeordneten immer wieder zu Standing ovations von ihren Plätzen. Diese historische Rede wurde auf beiden Seiten des Atlantiks begeistert aufgenommen und ist ein wichtiger Wegweiser für die Gestaltung der Globalisierung am Beginn der zweiten Amtszeit von Bundeskanzlerin Angela Merkel.

Mit freundlichen Grüßen